Tatra in Ungarn

Unitas – der ungarische Tatra

Die Firma „Unitas Automobil Ipar- és Kereskedelmi R.T.“ (Unitas Automobil Industrie- und Handelsgesellschaft mbH) wurde im Jahr 1920 in Budapest gegründet.

Am Hauptsitz in der Zápolya-Straße wurden vorwiegend Motoren von Lastkraftwagen und Booten repariert und Fahrzeugkarosserien sowie Motorboote gefertigt. Ein Jahr später in 1921 war man bereits mit der Produktion von neuen Fahrzeugen beschäftigt. Dieses Fahrzeug hatte mit Rohrfahrgestell, wurde mit einem 4-Zylinder-Motor angetrieben und bekam den Namen FERFI, welcher die Abkürzung der Namen des Werkstattleiters Fellner sowie des Konstrukteurs Fritz war. Mit dem Fahrzeug gab es zahlreiche Probleme und deshalb konnte es nur noch als Schrott verkaufen.

Aber man war entschlossen weiter zu machen und so wurde die Produktion von Motorrädern aufgenommen. Das erste Motorrad aus der eigenen Produktion erhielt einen 100 ccm-Motor und wurde DKF benannt, der Antrieb war mechanisch mit einem Band. Verkauft wurden mehr als 100 Stück, jedoch musste die veraltete Produktion im Jahr 1926 eingestellt werden, andere Arbeit war nicht in Sicht, was langsam zum Niedergang der Firma führte.

In diesem Zeitraum kam die Hilfe im Form eines Vertrages, welcher mit der Ringhoffer-Konzern im Jahr 1926 unterzeichnet wurde. Der Vertrag mit dem Ringhoffer-Konzern, zu dem ebenfalls die Firma Tatra gehörte, beinhaltete die Fertigung und Montage des Tatra 12. Die Unitas-Tatras waren mit den Originalfahrzeugen identisch, dies auf Grund der kompletten Lieferungen aus dem tschechischen Stammwerk. Die Aufgabe der Firma Unitas lag in der Lieferung der hinteren Pendelachse, der Motorgehäuse und der Karosserie-Kunstleder. Trotzdem, dass die Firma in der Lage war 500 Stück Fahrzeuge im Jahr zu produzieren, wurde diese Menge erst in 5 Jahren geschafft, was den Niedergang der Firma zur Folge hatte.

Die Unitas-Tatras wurden in verschiedenen Ausführungen angeboten, als Kombiwagen mit abnehmbaren Dach mit zwei Ausführungsvarianten. Das Ungarische Wirtschaftsministerium stufte die Unitas-Tatras auf Grund des niedrigen Wertschöpfungsanteils nicht als ungarische Produkte ein. Der lebensfähige Teil der Firma suchte nach neuen Ideen und so wurde ein Teil der verkauften Fahrzeuge zurückgekauft und an interessierte Kunden vermietet In Kürze hatte die Firma einen Fahrzeugpark von 250 Fahrzeugen, diese konnten auch mit Chauffeur für 3 Pengö/Std. gemietet werden, sogar eine Fahrschule eröffnet wurde

Die vielseitige Firma Unitas erneuerte sich ständig und existierte bis zu der Verstaatlichung der Industrie und Wirtschaft im Jahr 1948:

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Quellen:

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